Programm Jüdische Gedenktage
24.10. – 21.11.2026
Samstag, 24. Oktober
„Kaddisch für einen Freund“ Komödie/Drama (2012)
Domstraße 5 Güstrow 18:00 Uhr
Als Nachbarn begegnen sich ein junger 14-jähriger Palästinenser und ein alter russischer Jude in Berlin mit gegenseitigen Vorurteilen. Ein Kleinkrieg scheint unvermeidlich, die ideologischen Fronten sind verhärtet. Doch aus der unfreiwilligen Allianz zwischen dem Jungen und dem Juden kann auch Freundschaft werden, auch wenn sie zunächst unfreiwillig ist. Ein gut gespielter, atmosphärisch dichter und unterhaltsamer Film über ein schwieriges Thema.
Organisiert von Güstrow für Alle in Zusammenarbeit mit dem Filmklub Güstrow e.V.
Montag, 2. November
„Anne Frank“ – Ein dokumentarisch-biographisches Theater mit Objekten und Puppen“
Ernst-Barlach-Theater Güstrow 10:00 und 19:00 Uhr
mit Inga Schmidt & Stefan Spitzer von Artisanen, Berlin Das rot-weiß-karierte Tagebuch von Anne Frank hat im Gegensatz zu seiner Autorin wie durch ein Wunder überlebt. Annes Worte werden zum Objekt der Erinnerung; ihre Botschaft, die die Grenzen des Sagbaren aufhebt, lebt weiter. Anfangs hat das Mädchen dieselben Probleme wie Jugendliche heute: Familie, Verliebtheit, Einsamkeit und die Suche nach dem eigenen Ich. Doch das normale Erwachsenwerden bricht brutal ab; gemeinsam mit ihrer Familie muss Anne Frank sich in Amsterdam in einem Hinterhaus verbergen. Die Angst vor der Entdeckung ist ein ständiger Begleiter im Alltag dieser Menschen, die auf engstem Raum zusammenleben müssen. Wichtigster Begleiter in dieser Zeit ist für Anne Frank ihr Tagebuch. Ihrer imaginären Freundin „Kitty“ vertraut sie ihre Sorgen und Freuden an und schafft zugleich ein berührendes Dokument über die Folgen von Diskriminierung und Unterdrückung, Ausgrenzung und Ungleichheit.
Eintritt: 18,00 Euro / ermäßigt: 9,00 Euro
Mittwoch, 4. November
Putzen der 30 Stolpersteine
an den Orten der Stolpersteine
durch Schüler*innen der Freien Schule Güstrow e.V. Organisiert durch die Freie Schule Güstrow e.V.
In der Hansenstraße 1 | Baustraße 34 | Krönchenhagen 13 | Domstraße 5, 6, 14
Mittwoch, 4. November
Der jüdische Komponist Robert Kahn in Feldberg/Mecklenburg
Ernst-Barlach-Theater Güstrow (Hinterbühne) 18:00 Uhr
Vortrag mit musikalischer Umrahmung. Auf der Basis seines kürzlich erschienenen Buches schildert Dr. Reinhard Wulfhorst das Schicksal des zu Unrecht vergessenen Komponisten Robert Kahn in Feldberg während des „Dritten Reiches“: Ausschluss aus der Akademie der Künste in Berlin, wirtschaftliche Ausplün derung durch die Nationalsozialisten, versuchte Schutzbemühungen
ausgerechnet mithilfe der Gestapo und Vertreibung ins englische Exil. Auch Kahns Freundschaften mit Albert Einstein und Gerhart Hauptmann kommen zur Sprache. Wiederentdeckte Fotos illustrieren die Geschehnisse. Dazu spielt Toby Olias Brechler, Klavierstudent an der HMT Rostock, aus dem Klavierzyklus „Tagebuch in Tönen“, mit dem sich Kahn in Feldberg seelisch aufrecht erhielt.
Organisiert durch den Kunst- und Altertumsverein Güstrow e.V. Eintritt: frei
Montag, 9. November
Der jüdische Komponist Robert Kahn in Feldberg/Mecklenburg
Ernst-Barlach-Theater Güstrow (Hinterbühne) 18:00 Uhr
Vortrag mit musikalischer Umrahmung. Auf der Basis seines kürzlich erschienenen Buches schildert Dr. Reinhard Wulfhorst das Schicksal des zu Unrecht vergessenen Komponisten Robert Kahn in Feldberg während des „Dritten Reiches“: Ausschluss aus der Akademie der Künste in Berlin, wirtschaftliche Ausplün derung durch die Nationalsozialisten, versuchte Schutzbemühungen
ausgerechnet mithilfe der Gestapo und Vertreibung ins englische Exil. Auch Kahns Freundschaften mit Albert Einstein und Gerhart Hauptmann kommen zur Sprache. Wiederentdeckte Fotos illustrieren die Geschehnisse. Dazu spielt Toby Olias Brechler, Klavierstudent an der HMT Rostock, aus dem Klavierzyklus „Tagebuch in Tönen“, mit dem sich Kahn in Feldberg seelisch
aufrecht erhielt.
Organisiert durch den Kunst- und Altertumsverein Güstrow e.V. Eintritt: frei
Montag, 9. November
Andacht zum Erinnern an die Reichspogromnacht 1938
Jüdischer Friedhof Neukruger Straße 16:00 Uhr
Organisiert durch die Pfarr- und Domgemeinde zu Güstrow in Zusammenarbeit mit der Freien Schule Güstrow e.V.
Dienstag, 10. November
Rosa Jellinek im Gespräch: Aufklärung gegen Antisemitismus
16:00 Uhr online
Veranstaltung der Digitalen Fortbildungsreihe „Antisemitismus online entgegentreten.“ Rosa Jellinek ist eine queer-jüdische Aktivistin beim Verein Keshet Deutschland sowie bei „Tacheles“, einer Studierendengruppe gegen Antisemitismus an der Humboldt-Universität zu Berlin und gleichzeitig Content-Creatorin beim Projekt: „OY VEY! Plattform gegen
Verschwörungsmythen. Organisiert durch die Dokumentations- und Informationsstelle Anti semitismus (DIA.MV) und der Fachstelle Antisemitismus Brandenburg (fab). Anmeldung unter: info@dia-mv.de
Mittwoch, 11. November
Vortrag von DIA.MV – Meldestelle für antisemitische Vorfälle
Hörsaal 184, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern
13:30 Uhr
DIA.MV mit Sitz in Rostock dokumentiert antisemitische Vorfälle in Mecklenburg
Vorpommern und macht deren Ausmaß sichtbar und unterstützt Betroffene und die Gesellschaft im Umgang mit Antisemitismus. In dem Vortrag werden Einblicke in die Erfassung und Dokumentation antisemitischer Vorfälle aufgezeigt und über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in MV gesprochen.
Donnerstag, 12. November
„Fake News in Social Media und klassischen Medien als Bedrohung der Demokratie?!
“Städtische GalerieWollhalle Franz-Parr-Platz 9 Güstrow 19:00 Uhr
Donnerstagsdebatte als Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Challenging Democracy – Von Helmut Schmidt bis heute“
Moderation durch Dr. Stefan Metzger (FHöVPR M-V)
Organisiert durch die Initiative demokratisch miteinander leben in Güstrow
Freitag, 13. November
„ Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“
Pfarrscheune Reinshagen Kirchstraße 15 19:30 Uhr
Dokumentarfilm basiert auf den persönlichen Tagebüchern der später weltberühmten Autorin während des Zweiten Weltkriegs. Astrid Lindgren beschreibt darin politische Entwicklungen, Ängste und Hoffnungen ebenso wie ihren Familienalltag in Schweden. Zwischen privaten Gedanken und historischen Ereignissen entsteht ein eindringliches Bild einer Frau, die versucht, Menschlichkeit in einer von Gewalt geprägten Zeit zu bewahren.
Organisiert durch die Kirchengemeinde Reinshagen in Zusammenarbeit mit dem Filmklub Güstrow e.V. | Eintritt: 4,00 Euro
Samstag, 21. November
Zwischen Erinnerung und Genuss – Jüdische Küche im Fokus
Gutshof Roggow, Poggeplatz 2 18279 Lalendorf 16:00 – 21:30 Uhr
Die jüdische Küche ist besonders durch ihre reiche Geschichte, kulturelle Vielfalt und religiösen Vorschriften geprägt. Sie spiegelt die jahrhundertelange Tradition und die unterschiedlichen Einflüsse wider, die im Laufe der Zeit in den verschiedenen jüdischen Gemeinden weltweit entstanden sind. Bevor es zum gemeinsamen Kochen geht, wird durch die Autorin Caroline Vongries in einem kurzen Vortrag Wissenswertes rund um die jüdische Küche, ihre Rituale, die Kashrut (Speisegesetze) und ihre Hintergründe vorgetragen.
Anmeldung unter: anett.grabbe@lkros.de oder telefonisch 03843-75540211 Kosten: 42,00 Euro + 15,00 Euro Lebensmittelumlage
Änderungen vorbehalten!
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Wir freuen uns über Ihre Anfrage. post@stolpernmitherz.de